Jun Ariyoshi arbeitet in einer Schwulenbar. Als ein Kunde ihn sexuell bedrängt, kommt es zu einem heftigen Streit, in dessen Verlauf Jun den Mann tötet. Er zeigt nicht die geringsten Anzeichen von Reue und wird ins Gefängnis gesteckt. Dort lernt er einen interessanten jungen Mitgefangenen kennen: Shiro Kazuki trägt eigentümliche Tattoos und verfügt über bemerkenswerte Blicke, die töten können. Von Anfang an setzt Shiro auf brutale Gewalt und steigt damit schnell in der Hierarchie der Gefangenen empor. Der eher schüchterne Jun fühlt sich von Shiros Stärke und Entschlossenheit angezogen. Shiro wiederum akzeptiert
Jun, weil er der Einzige im Gefängnis ist, der ihn so sieht, wie er wirklich ist. Daher werden die beiden allmählich zu Freunden und zu einem Paar, das sich von nichts und niemandem auseinander bringen lässt.
Dann aber kommt es zu einem Zwischenfall. Ein Gefängniswärter wird zum
Augenzeugen: Ein junger Mann würgt im Gemeinschaftssaal einen anderen
Gefangenen so stark, wie er nur kann. Kurz darauf hat der Angegriffene
seinen letzten Atemzug getan. Es ist Shiro. Der junge Gefangene dreht sich um, und der Wärter sieht, wie ihm die Tränen über das Gesicht laufen, als er zu ihm sagt: „Ich habe es getan.“ Es ist Jun.
Takashi Miike ist dafür bekannt, dass er in seinen Filmen mit großer Entschlossenheit Tabus bricht und bei der Darstellung von Gewalt keine Rücksichten kennt. In diesem Film ist ihm aber auch an einer Erklärung für deren Ausbruch gelegen: Wodurch ist Juns schreckliche Tat verursacht worden? _________________ "Kriege gibts wegen Doofheit."
Heute im Rahmen der Berlinale gesehen. Düsteres und komplexes Kammerspiel mit einigen wunderschönen stilisierten Einstellungen.
Takashi schert sich einen Teufel um den narrativen Aufbau , wechselt ständig zwischen den zeitlichen Ebenen und streut nebenbei noch einige wahnwitzige Absonderlichkeiten ein.
Insgesamt wieder ein absolut diskussionswürdiger Eintrag in Takashis Filmografie, der mich zwar nicht vollends überzeugt, aber zumindest durchweg fasziniert hat (hatte allerdings den Eindruck, als ob der Film einigen Zuschauern im Saal doch etwas zuviel des Guten war- Zumindest habe ich in einige irritierte Gesichter geblickt^^).
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